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Final Fantasy 7 Remake

Nur wenige Teile einer Spieleserie haben es zu einer ähnlich großen und treuen Fangemeinde gebracht, wie das 1997 für die (Ur-)PlayStation erschienene Final Fantasy 7. Das liegt einerseits an der über jeden Zweifel erhabenen Qualität der Episode, mit seiner packenden Story und denkwürdigen Charakteren, wie beispielsweise dem Kult-Antagonist Sephiroth. Hinzu kommt zweifellos noch eine gewisse nostalgische Verklärung, da es für viele europäische Spieler quasi der erste Kontakt mit der japanischen RPG-Reihe Final Fantasy war. Schließlich wurde bis dahin keiner der vorherigen Serienteile offiziell in Europa veröffentlicht, so dass bis dahin nur Importkäufer in den Genuss der nicht minder großartigen Vorgänger kamen, von denen Final Fantasy 6 (für das SNES) bis heute übrigens mein persönlicher Favorit ist.

Dennoch gestehe ich gerne ein, dass ich von der spektakulären Ankündigung im Rahmen der Sony-Pressekonferenz auf der E3 2015 genauso begeistert war, wie viele Fans weltweit. Handelt es sich doch nicht „nur“ um eine technische Überarbeitung des Originals, sondern tatsächlich um ein vollwertiges Remake im Stile von Resident Evil 2. Nach der ersten Ankündigung wurde es aber erst mal recht still um den Titel und durch diverse Gerüchte, wie etwa eine angebliche Veröffentlichung in Form von einzelnen Episoden, kam Unruhe an der Fanbasis auf. Zudem störten sich vor allem Puristen an dem sehr actionlastig wirkenden Kampfsystem.

Im Vorfeld der diesjährigen E3 sickerte nun die Info des angepeilten Erscheinungstermins im März 2020 durch und Square Enix zeigte im Rahmen ihrer Pressekonferenz einen brandneuen Trailer mit frischem Gameplay. Bei mir hat der Trailer einen durchaus positiven Eindruck hinterlassen. Die Optik ist sehr detailiert, neue Charaktere aus dem Original waren zu sehen, und auch das taktische Materia-System scheint es ins Remake geschafft zu haben. Das Kampfsystem wirkt somit auf mich runder und macht wohl auch Laune, wenn man den Aussagen der Fachpresse vertrauen darf, die das Remake bereits anspielen konnte.

Ihr merkt aber vielleicht, dass sich die ganz uneingeschränkte Vorfreude bei mir noch nicht einstellen will. Das liegt in erster Linie daran, dass immer noch einige wichtige Fragen ungeklärt sind: So zeigt der Trailer einzig Spielszenen aus der ersten Stadt Midgar, die im Original gerade einmal die ersten paar Spielstunden ausmacht. Von weiteren Gegenden oder gar einer Oberweltkarte war bislang nichts zu sehen. Da das Episodenformat von Square Enix mittlerweile bestätigt wurde, stellt sich also die Frage, wie viele Teile wir wohl kaufen müssen, um die komplette Geschichte zu erleben und wie lange sich die Entwicklung noch hinzieht.

Nichtsdestotrotz habe ich weiterhin Vertrauen, dass Square Enix das Remake zu einem erfolgreichen Ende bringen wird, auch wenn die Fallhöhe gerade bei der ikonischen siebten Episode immens ist. Und sollten die japanischen Entwickler dieses Mammutprojekt doch in den Sand setzen, so haben „echte“ Retrogamer zum Glück ja noch das Original auf der PS One im Regal stehen 😉 Das kommt zwar mit einer etwas altbacken wirkenden Polygongrafik daher, hat aber spielerisch und erzählerisch nichts von seinem einstigen Charme verloren.

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