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Nintendo Switch

Nachdem die Switch vergangene Woche der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, durften nun endlich auch wir im Rahmen eines Presse-Events Hand an Nintendos brandneue Konsole legen. Im Konsolen-Modus (Tablet steckt in der Dockingstation) fühlt sich die Switch fast wie sein Vorgänger an, die WiiU. Genau wie hier wird es einen optionalen Pro Controller geben, der gerade bei komplexeren Spielen hervorragend in der Hand liegt und entfernt an das N64-Pad erinnert. Grafisch bietet die Konsole am heimischen Fernseher ein scharfes Full-HD-Bild. Quantensprünge, im Vergleich zur WiiU, solltet ihr allerdings nicht erwarten.

Ihre Stärken spielt die Switch vor allem beim Wechsel in den mobilen Modus aus. Sobald ihr die transportable Einheit aus der Dockingstation entfernt, schaltet das Bild, ohne Unterbrechung oder lästige Ladezeiten, auf das kleine Display um. Hier punktet die Konsole durch ihr geringes Gewicht und die kompakte Größe. Die grafische Auflösung reduziert sich dann allerdings auf maximal 720p. Die Schultertasten, der seitlich am Display angebrachten Joy-Cons, haben bei uns einen etwas „wabbeligen“ Eindruck hinterlassen.

Grafisch bewegen sich die vorgestellten Spiele auf dezent aufgebohrtem WiiU-Niveau. Selbst antesten durften wir unter anderem The Legend of Zelda: Breath of the Wild (schöne, große Spielewelt), Splatoon 2 (Fortsetzung des Multiplayer-Shooters) und ARMS (Box-Spiel mit Bewegungssteuerung). Alle vorgestellten Spiele kommen im für Nintendo typischem Comic-Look daher. Besonders unterhaltsam war erwartungsgemäß Mario Kart 8 Deluxe, das auch unterwegs gegen einen menschlichen Kontrahenten (per Split-Screen) eine Menge Spaß macht. Die Minispiel-Sammlung 1-2-Switch hat bei uns hingegen einen etwas faden Beigeschmack hinterlassen. Was Nintendo hier zum Vollpreis anbietet, erinnert mehr an eine Tech-Demo, als an ein vollwertiges Spiel. Ähnlich wie damals bei Wii Sports werden dem Spieler hier die neuen Features der Konsole nähergebracht. Warum dieses Spiel nicht gleich im Bundle mit der Switch erscheint, bleibt ein Rätsel.

Erstes Fazit: Nintendo hat es geschafft, ein tolles Handheld zu präsentieren, das auch prima als klassische Konsole genutzt werden kann. Die einzigartigen Features des Geräts vereinen die Vorzüge der Wii (Bewegungssteuerung), der WiiU (Tablet) und des 3DS (Portabilität). Wer also eine vollwertige Konsole für unterwegs sein Eigen nennen möchte, greift Anfang März direkt zu. Alle anderen, die noch eine WiiU besitzen, können getrost eine Weile mit der Anschaffung warten. Zumindest bis Weihnachten 2017. Dann nämlich erscheint Super Mario Odyssey, und das dürfte neben Zelda die erste „richtige“ Killer App für die Switch werden.

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