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Polymega, die ultimative Retro-Konsole?

Mit dem Polymega steht aktuell eine sogenannte “modulare HD-Spielekonsole” in den Startlöchern, die erstmals sowohl Module wie auch CD-basierte Datenträger verarbeiten können soll. Dank verschiedener Einschübe (Module) soll das Gerät mit alten Cartridges für das NES, SNES oder Mega Drive genauso gut klar kommen, wie mit CDs für das Neo Geo CD, die PC Engine oder den Sega Saturn. Klingt zu gut um wahr zu sein? Am 6. Juli werden wir es sehen, denn dann soll das Gerät hierzulande für knapp 450 Euro erhältlich sein. Vorbestellt werden darf jetzt schon auf der Webseite von Polymega

Emulator-Konsolen, die in der Lage sind, originale Module abzuspielen, existieren bereits seit einigen Jahren. Die prominentesten Vertreter dieser Gattung sind wohl das RetroN 5 oder die hochwertigen Geräte des amerikanischen Herstellers Analogue (wie das Mega Sg oder das Super Nt). Diese Konsolen bieten einen guten Kompromiss aus den Vorzügen moderner Geräte (kabellose Controller, HDMI-Ausgang, regelmäßige Firmware-Updates, etc.) und dem altmodischen Gefühl, ein Spiel aus der eigenen Sammlung zu zocken, ohne dabei in den Konflikt zu kommen, Raubkopien aus dem Internet herunterzuladen und dadurch rechtliche Grauzonen auszuloten.

Besitzer modulbasierender Konsolen haben also bereits seit geraumer Zeit die Möglichkeit, die Annehmlichkeiten beider Welten zu genießen. Was aber ist mit den klassischen Konsolen, die bereits damals auf das Medium CD gesetzt haben, wie die PC Engine, das Mega CD oder die Ur-PlayStation? Sobald die alten Abspielgeräte das Zeitliche segnen oder man keine Lust hat, die Kisten mit teuren Upscalern auf modernen 4K-TVs zum Laufen zu bringen, verstauben die Silberlinge irgendwann im Regal.

Das Polymega soll in seiner Basisversion die CDs der folgenden Systeme verarbeiten können:

– PlayStation

– Sega Saturn

– Mega CD

– TurboGrafx-CD / PC Engine Super CD-ROM²

– Neo Geo CD

Etwas später sollen dann noch zusätzliche Hardware-Erweiterungen erscheinen, die das Gerät in die Lage versetzen, Module für die folgenden Konsolen abzuspielen:

– NES / Famicom

– SNES / Super Famicom

– Mega Drive

– Sega 32X

– TurboGrafx / PC Engine HuCards

Klingt vielversprechend, wenn auch nicht ganz billig. Schließlich muss man für das Basisgerät schon knapp 500 Euro auf den Tisch legen. Entscheidet man sich dann noch für eine oder mehrere Erweiterungen für die modulbasierenden Konsolen, kommen sicher nochmal ca. 150 bis 200 Euro pro Einschub auf euch zu. Es bleibt jetzt abzuwarten, wie akkurat die Spiele emuliert werden und ob die Vorzüge am Ende überwiegen. Ich muss sagen, es klingt schon sehr verlockend, nur noch eine Konsole anschließen zu müssen, um so viele Geräte damit zu emulieren. Hinzu kommen noch angenehme Features, wie die Möglichkeit Speicherstände anzulegen, diverse Grafikfilter hinzuzuschalten oder mittels Patches sogar Cheats oder Fan-Übersetzungen nutzen zu können. Dank des internen Speichers sollen CDs und Module zudem eingelesen werden können, sodass man die Games künftig auch spielen kann, ohne das kostbare Medium aus dem Regal holen zu müssen.

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