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Sightseeing Tour für Retro Gamer

Berühmte Sehenswürdigkeiten, wie der Big Ben, das Riesenrad London Eye, das Brandenburger Tor oder der Reichstag gehören zum absoluten Pflichtprogramm für Touristen, die es nach Londons bzw. Berlin zieht. Aber haben die beiden Metropolen abseits dieser Attraktionen auch etwas für Retro Gamer zu bieten? Während meines Kurztrips in die beiden Hauptstädte wollte ich genau dieser Frage nachgehen.

Namco Funscape (London)

Meine erste Zock-Station in UKs Hauptstadt war die Spielhalle Namco Funscape. Direkt zwischem dem Sea Life Aquarium und dem London Eye gelegen, also mitten im Touri-Epizentrum, habe ich die kleine Spielhalle entdeckt, die im gesamten Trubel am Ufer der Themse leicht untergehen kann. Auf drei Ebenen wird hier viel geboten. Gleich am Eingang erwartet die Besucher ein klassischer Pac-Man- und Galaga-Automat, was für Retro Gamer wie mich immer ein Highlight ist. Gleich um die Ecke dürfen Guitar Heroes an der Plastik-Klampfe mit ihren musikalischen Skills glänzen. Aber das war´s natürlich noch lange nicht, denn eine Etage abwärts stehen u.a. ein Reihe von Terminator Salvation-Automaten mit fetten Plastik-MGs oder ein dickes Walking Dead-Cabinet. Auch ein Aliens Armageddon-Automat und ein Arcade Racer namens Wangan Midnight Maximum Tune (für bis zu 4 Asphaltraser) dürfen mit Münzen gefüttert werden. Ein herrlich nostalgisches Gefühl und gerade für deutsche Zocker immer mit viel Wehmut verbunden, da hierzulande so gut wie keine Spielhallen mehr existieren. In der untersten Etage kommen dann noch virtuelle Rennfahrer, dank Mario Kart DX und dem Motorrad-Racer Moto GP auf ihre Kosten. Jeweils natürlich für bis zu vier Spieler.

Wer irgendwann keine Lust mehr auf Videospiele hat, kann sich übrigens noch auf einer witzigen Pac Man Bowling Bahn und einem richtigen Autoscooter austoben. Auch die obligatorischen Airhockey-Tische und Glücksspielautomaten dürfen natürlich nicht fehlen. Alles in allem also eine astreine Zeitreise in die 90er. Erfreulich ist übrigens, dass man für die Arcade selbst keinen Eintritt zahlen muss, was im ansonsten sauteurem London keine Selbstverständlichkeit ist. Ich rate euch aber dringend einen Sack voll 1-Pfund-Münzen mitzunehmen, da euch, sobald der Spielrausch erstmal einsetzt, das Kleingeld schnell ausgehen wird.

 

Computerspielemuseum (Berlin)

Auch relativ zentral gelegen, nämlich gerademal drei U-Bahn Stationen vom Berliner Alexanderplatz (Haltestelle Weberwiese) befindet sich das Berliner Computerspielemuseum Das kleine aber feine Museum, das einen Überblick über 60 Jahre Computer- und Videospielgeschichte vermitteln möchte, nimmt einen mit auf eine interaktive Zeitreise vom Röhren-Computermonster bis zur aktuellen Konsolengeneration. Nahezu alle Spielkonsolen, angefangen beim legendären Magnavox Odyssey bis zur Xbox One sind in Vitrinen zu bestaunen und teilweise auch anspielbar. Besonders schön fand ich die Idee, die verschiedenen Anspielstationen im jeweiligen Ambiente der damaligen Zeit zu präsentieren. Wer also beispielsweise in einem nachgebautem Kinderzimmer der 80er-Jahre eine Runde NES zocken will, findet dort auch stilechte Utensilien, wie einen Kassettenrekorder oder ein Poster zu „Star Wars – The Return of the Jedi“.

Des Weiteren gibt es auch ein kleine aber feine Mini-Arcade zu entdecken, in der ihr auf Original Automaten wie Frogger, Gauntlet, Centipede oder Space Invaders spielen dürft (natürlich kostenlos). Ein besonders Schmankerl, wenn auch nicht anspielbar, sind die ausgestellten Automaten Computer Space (der erste Videospielautomat ever) und der Klassiker Pong aus dem Jahre 1971. Beide erdacht und auf den Markt gebracht von Atari-Gründer Nolan Bushnell. Ein echtes Highlight für Gamer der ersten Stunde.

Ein weiterer Höhepunkt ist die sogenannte „PainStation“ (war bei meinem Besuch leider nicht in Betrieb), bei der schlechte Gaming Skills direkt mit echten Schmerzen, wie Stromschlägen oder Peitschenhieben auf die Pranken bestraft werden. Abgerundet wird das Ganze mit wechselnden Sonderausstellungen (Aktuell: Monster Attack Planet Earth) und einem tollen Museums Shop, in dem man seine sauer verdiente Kohle für allerlei Merchandise rausschmeißen, äh ausgeben darf. Das Tagesticket kostet übrigens 9,- EUR.

 

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